Cadolzburg

Burgverwaltung Nürnberg

Burgstraße, 90556 Cadolzburg,   Landkreis: Fürth,
Deutschland,   Bayern,   "Nürnberg, Fürth, Erlangen"  
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Cadolzburg
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Cadolzburg

1157 wird die Cadolzburg erstmals als Burg der Abenberger Rangaugrafen erwähnt. Die Burgkapelle im inneren Hof reicht wohl bis in diese Frühzeit zurück.

In der Mitte des 13. Jahrhunderts gelangte sie in den Besitz der hohenzollerschen Burggrafen zu Nürnberg und wurde in repräsentativer Weise ausgebaut. Als die Hohenzollern in Konflikt mit der Stadt Nürnberg gerieten, machten sie die Cadolzburg im 14./15. Jahrhundert zum Zentrum ihrer Herrschaft in Franken. Nach dem Auszug der Hofhaltung blieb die Burg bis zum Ende des 18. Jahrhunderts ein wichtiges Verwaltungszentrum des Markgraftums Brandenburg-Ansbach.

Die auf einer steilen Felsnase gelegene Hauptburg besitzt eine imposante Ringmauer, die wie Haupttor und Saalbau ("Neues Schloss") aus dem 13. Jahrhundert herstammt. Die Wohnbauten wurden in der Spätgotik repräsentativ ausgebaut. Vorgelagert ist eine geräumige Vorburg, in der zunächst die Höfe der Burgmannen und in der Renaissance ein Garten angelegt wurde. Die Landwirtschaft lag im Tal. Vor den Toren der Burg liegt die zugehörige Marktsiedlung, die ihren "altfränkischen" Eindruck bewahrt hat.

Bei Kriegsende ging die Burg in Flammen auf und blieb jahrzehntelang in Trümmern liegen. Die Bayerische Schlösserverwaltung hat Burgfelsen und Bausubstanz in jahrelanger Arbeit gesichert. Für die kommenden Jahre steht noch der Innenausbau des Alten Schlosses mit dem Kapellenflügel an.

In den Räumen soll künftig ein Burgmuseum Platz finden, das die historischen Räume nutzt und dort eine lebendige Vorstellung vom Leben in einer mittelalterlichen Fürstenburg vermittelt.


Cadolzburg

  • © Bayerische Schlösserverwaltung
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Burggarten auf der CadolzburgVon Lust- und Baumgärten auf der Cadolzburg

Der älteste Hinweis auf eine herrschaftliche Gartenanlage außerhalb der Cadolzburg findet sich in einem Verzeichnis über die herrschaftlichen Besitzungen (Salbuch) von 1464. Den ersten Beleg für eine Gartenanlage innerhalb der Burganlage liefert die Zeichnung des Landgrafen Moritz von Hessen aus dem Jahr 1629. In dieser Skizze wird das Areal zwischen Pferdeschwemme und Halsgraben als "Lustgarten" bezeichnet. Die schmalen Wiesenflächen der beiden um die Hauptburg laufenden Zwinger waren im 18. Jahrhundert mit hochstämmigen Obstbäumen bepflanzt. Zudem gab es außerhalb der Burganlage noch zwei große, mit Obstbäumen besetzte Wiesen. Der ummauerte Burggarten – Schaupflanzung mit historischen Getreidearten.

Der ummauerte Burggarten ist in zwei verschiedene Zonen unterteilt. Der höher gelegene Gartenbereich ist durch ein Wegenetz gegliedert; von dem ursprünglich in der Südecke gelegenen Gartenpavillon existiert heute nur noch der gemauerte Sandsteinsockel.

Schaupflanzung
In diesem Gartenteil zeigt die Bayerische Schlösserverwaltung in einer Schaupflanzung eine große Vielfalt historischer Getreidearten und -sorten. Zu einzelnen Getreidearten findet der Besucher auch Rezepte zum Mitnehmen.

Der durch eine Hecke abgeschiedene tiefer gelegene Gartenteil wird nach Osten hin durch eine hohe Wehrmauer abgeschlossen und an der Nordspitze durch ein kleines, wehrhaftes Belvedere mit einem ziegelgedeckten Zeltdach dominiert. Die hier gelegene Blumenwiese, durch die ein geschlängelter Pfad führt, ist mit hochstämmigen Obstbäumen bepflanzt.

Öffnungszeiten
Burggarten ganzjährig geöffnet

Eintrittspreis
Eintritt frei