Eckartsburg

Kulturstiftung Sachsen-Anhalt

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Eckartsburg © Kulturstiftung Sachsen-Anhalt

Eckartsburg - eine Burg der Landgrafen von Thüringen

Oberhalb der Stadt Eckartsberga, auf den Ausläufern des Finnenhöhenzuges, erstreckt sich die eindrucksvolle Anlage der Eckartsburg.


Nach neuestem Kenntnisstand ist sie eine Gründung der Thüringischen Landgrafen aus dem Geschlecht der Ludowinger. Wenn auch im Jahre 1998 die 1000-Jahrfeier festlich begangen wurde, ist nach heutigen Erkenntnissen davon auszugehen, dass es sich um zwei Anlagen handelte - die heutige Eckartsburg ist die Jüngere von Beiden und wurde 1134 erstmals urkundlich erwähnt.


Die Ludowingischen Landgrafen Ludwig III. (1172-1190) und vor allem Hermann I. (1190-1217) sind vorrangig als die Bauherren der Eckartsburg anzusehen - gleiches ist auch von der nahen Neuenburg belegt.


Politisch und wirtschaftlich hatten die Thüringer Landgrafen im Mittelalter großen Einfluss. Dieser manifestiert sich auch in ihren bedeutenden Burganlagen wie die Wartburg, Kreuzburg, Runneburg, Eckartsburg und Neuenburg. Aber auch die familiären Beziehungen waren von Bedeutung - so bestanden enge Bindungen an die Herrscherhäuser in Polen, Ungarn und Frankreich. Diese wichtigen Verbindungen haben sich durch die Heirat Hermann II. mit der Königstochter Elisabeth von Ungarn ergeben. Heute ist die sagenumwobene "Heilige Elisabeth" für viele ein fester Begriff.


Aufgrund des Erbfolgekrieges kam die Eckartsburg an die Markgrafen von Meißen aus dem Haus Wettin. Der Sohn Heinrichs des Erlauchten - Albrecht der Entartete - wählte sie zu seinem Lieblingssitz. Von 1457-1462 war die Burg der Verbannungsort der Anna von Österreich, die Gemahlin Herzog Wilhelms III. von Sachsen. Später war sie oft Pfandobjekt und verlor sowohl Schutz- als auch Residenzfunktion. Nach 1815 kam sie in den Besitz Preußens.


Heute liegt die Burg ganz im Süden von Sachsen-Anhalt. Den Besucher erwartet eine romantische Burganlage, die zum Verweilen einlädt. Sie ist ein beliebter Ausflugsort an der Südroute der Straße der Romanik.


Durch die Stiftung wurde in den Palas ein moderner Mehrzweckraum errichtet, welcher nicht zuletzt auch als Standesamt genutzt wird.


Durch ihre enge Beziehung nach Thüringen ist die Eckartsburg ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge in beide Bundesländer. Vom Bergfried aus hat der Besucher einen weiten Blick ins Land. Nach Süden erstreckt sich das ehemalige Schlachtfeld Jena-Auerstedt, bekannt durch die berühmte Doppelschlacht von 1806.


Dem Reiz der romanischen und gotischen Bauformen, welche vor allem am Wohnturm und Teilen des Palas gut erkennbar sind, konnte sich selbst Johann Wolfgang von Goethe nicht entziehen, schrieb er doch hier seine "Ballade vom getreuen Eckart".


Den Wanderer lädt die Burggaststätte zur Einkehr ein.


Eckartsburg

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