Klosterpark Altzella

Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen - Klosterpark Altzella

Zellaer Straße 10, 01683 Nossen,   Landkreis: Meißen,
Deutschland,   Sachsen,   "Sächsisches Burgen- und Heideland, Leipzig"  
T: (03 52 42) 5 04-50   E: altzellaCWantiSpam@schloesserland-sachsenCWantiSpam.de   I: http://www.kloster-altzella.de  
Klosterpark Altzella

Altzella: das Erbe der Zisterzienser

Als die Wogen der europäischen Reformation brachen, vertrieben die zum lutherischen Glauben konvertierten deutschen Landesfürsten die Mönche aus ihren Klöstern. Verwaiste Anlagen blieben zurück, in denen nur für den Geschichtskundigen der Widerhall des Wirkens der Ordensbrüder vernehmbar war.

Das geschah auch in Altzella, nachdem der sächsische Landesfürst Heinrich der Fromme die Säkularisierung des dortigen Zisterzienserklosters angeordnet hatte. Die seit 1175 von Mönchen bewirtschaftete Anlage zerfällt, ihre Steine werden für andere Bauwerke verwendet, die fast tausend kostbare Bände umfassende Bibliothek wird der Universität Leipzig übereignet.

Weil Altzella aber auch die Erbbegräbnisstätte des Wettinischen Fürstengeschlechtes ist, lässt das Interesse des Dresdner Hofes an dem Gelände nie vollständig nach. Kurfürst August III. errichtet hier im Jahr 1787 ein Mausoleum im Stil des Frühklassizismus, sein Kunstgärtner Johann Friedrich Hübler umgibt die stille weiße Grabstätte mit einem romantischen Landschaftspark.

Die so organisch wirkende künstliche Landschaft mit ihren alten Spitzbögen, den unerschütterlich wirkenden Giebeln und den gebrochenen Pfeilern lockt schon bald herausragende Protagonisten der deutschen Malerei wie Caspar David Friedrich und Ludwig Richter an, die in Altzella Inspiration in Hülle und Fülle finden. Was die Romantiker damals faszinierte, ist auch heute noch für jeden spürbar, der sich auf die leise Pracht der alten Klosteranlage einlässt.


Klosterpark Altzella

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Klosterpark Altzella: Kräutergarten

Die ehemalige Zisterzienserabtei Marienzell, heute Altzella, war im Mittelalter das bedeutendste Kloster in der Region und wurde vom damaligen Markgrafen der Mark Meißen, Otto von Wettin, genannt Otto der Reiche gestiftet. 2012 jährte sich diese Stiftung zum 850-sten Mal.

Die Abtei war die Familiengrabstätte der Wettiner. Der Orden der Zisterzienser führte die Abtei von 1162 bis 1540, als sie im Laufe Reformation aufgelöst wurde. Um 1800, lange nachdem das Kloster geschlossen wurde, legte der Hofgärtner Hübler im Auftrag des Kurfürsten einen romantischen Landschaftspark im englischen Stile an, in den er die Ruinen des Klosters mit einbezog. Dieser Park war der angemessene Rahmen für das Mausoleum, in dem nun die Gebeine der Wettiner Vorfahren ruhten.

Der Kräutergarten von Altzella
Seit 2013 grünt und duftet es wieder im Kloster Altzella, wie zu Abt Martins Zeiten. Mit Kräuterfachfrau Koreen Vetter bewirtschaftet eine wahre Expertin den kleinen Gesundheitsschatz des Klosters und gibt ihm damit eine Spezialität zurück. Die mittelalterlichen "hortus botanicus" waren Lieferanten für Küche und Spital gleichermaßen und gelten gleichfalls als Vorläufer der ab dem 16. Jahrhundert verbreiteten Botanischen Gärten. Mittlerweile 9 Hochbeete stehen unter Obhut unserer Kräuterfachfrau, die sie mit Unterstützung der Gärtner des Klosterparks nach dem Modell der Indikationsbeete angelegt hat. Hierbei werden Kräuter und Pflanzen, die für Gebrechen ähnlicher Art stehen, nebeneinander gepflanzt. Daraus ergeben sich dann einzelne Beete für Anwendungen zur Beruhigung, gegen Magen-Darm-Beschwerden, für Herz und Kreislauf oder das Immunsystem.

Angebote im Kräutergarten
Zur Vermittelung von alten, aber immer noch aktuellem Wissen und dem Umgang mit Natur und eigenem Körper bietet unsere Kräuterfachfrau Seminare, Kräuterkurse, Fastenabende, Schullehrgänge und weiteres an.

Kräuterseminare
In den Seminaren, die jeweils an ausgewählten Samstagen in der Küche im Pächterhaus gehalten werden, erfahren Teilnehmer Wissenswertes zur Welt der Heilpflanzen und stellen unter Anleitung und in Gruppenarbeit selbst diverse Salben, Tinkturen, Rezepte und Öle her.

Kräuterkochkurse
Vom beruhigenden Tee bis zum pikanten Genuss: Sie heilen, würzen, stärken und pflegen. Kräuter sind wahre kleine Naturwunder! In den neuen Kochkursen erfahren Sie, passend zum Jahreskreislauf, wie Sie die Kräfte der Natur nutzen und schmackhaft auf den Tisch bringen.


Öffnungszeiten & Eintrittspreise

Der Klosterpark Altzella ist vom 28. März bis zum 1. November geöffnet.
Es wird Eintritt erhoben.