Konradsburg

Kulturstiftung Sachsen-Anhalt

Konradsburg 2, 06463 Ermsleben,   Landkreis: Harz,
Deutschland,   Sachsen-Anhalt,   "Harz, Quedlinburg, Wernigerode"  
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Konradsburg © Kulturstiftung Sachsen-Anhalt

Konradsburg – romanisches Kleinod am Harz

Die anderthalb Kilometer südlich von Ermsleben gelegene Konradsburg, am nordöstlichen Harzrand, gehört mit dem um 1200 errichteten Chor zu den bedeutendsten Monumenten der Spätromanik im Harz.


Zu verdanken ist die Berühmtheit vor allem der reich gestalteten Krypta mit ihren Pfeilern und Säulen.


Weit zurück reicht die Geschichte der Burg; im 11. Jahrhundert war sie die Stammburg der Edlen von der Konradsburg. Um 1120 wurde sie zugunsten eines neuen Wohnsitzes des „Falkensteins“ oberhalb des Selketals aufgegeben und in ein Kollegialstift umgewandelt, das schon bald von den Benediktinern übernommen wurde. Mit dieser Stiftung sollte der Mord an Adalbert von Ballenstedt gesühnt werden.


Nach den Stürmen des Bauernkrieges 1525 gaben die seit 1476 dort lebenden Kartäusermönche das Kloster auf.


Die derzeitige Bebauung ist die Folge einer landwirtschaftlichen Nutzung als Domäne. Für den heutigen Besucher ist die einstige Klosterkirche, errichtet um 1200 von den Benediktinern, ein eindrucksvolles Bauwerk an der „Straße der Romanik“. Erhalten blieb ein Teil des Querhauses und der schlichte Chor.


Eine Kostbarkeit besonderer Art ist das an der Westwand des Sanktuariums befindliche Kruzifix. Nach einer langen wechselvollen Geschichte fand es im Mai 2001 hier eine neue Heimstatt. Das Konradsburger Kruzifix zählt zu den großartigen Werken der Gruppe der Sächsischen Großkreuze. Sie zählen zu den großen Kunstleistungen der sächsischen Kulturlandschaft zu Beginn des 13. Jahrhunderts. Ein in der Nordwand des Chores eingelassenes Steinrelief – es zeigt ein Paar in Gebetshaltung – wurde erst im Jahr 1931 aus der Nordscheune geborgen und an seinen jetzigen Standort verbracht.


Der Höhepunkt einer jeden Besichtigung ist die schon erwähnte fünfschiffige Hallenkrypta, die zu den bedeutendsten Denkmalen der spätromanischen Architektur des Harzes zählt.


Die reiche Gestaltung der Säulenkapitelle und die außerordentliche Vielfalt der Formen von Ranken- und Blattstengelornamentik, weisen auf einen Einfluss aus dem französich-rheinischen Gebiet hin.


Eine Attraktion ganz anderer Art stellt das Brunnenhaus auf dem Klosterhof dar. In den Jahren 1805/07 wurde es für die Wasserversorgung der Burg für 140 Taler errichtet. Dabei wurde das Wasser mittels Esel-Tretrad nach oben gefördert. Diese Methode wurde bis nach 1945 beibehalten. Bis zum heutigen Tag funktioniert das seltene technische Denkmal wie eh und je – nur den Esel – den gibt es nicht mehr. Um die Technologie genauer zu erkunden, müssen sich die Besucher selbst in das Rad begeben; dabei wird jedem die Perfektion, aber auch die Mühsal des Wasserholens, bewusst.


Engagierten Bürgern ist es zu verdanken, dass in den 80er Jahren der Verfall aufgehalten werden konnte. In mühevoller Arbeit konnte das Bauwerk gerettet und den Besuchern zugänglich gemacht werden.


Bis heute ist der „Förderkreis Konradsburg e.V.“ hier engagiert. Den Besuchern werden nicht nur sach- und fachkundige Führungen angeboten, auch ein Cafè und eine schwarze Küche stehen für die Gäste bereit. In Letzterem kann der Besucher zu besonderen Anlässen auch mittelalterliche Köstlichkeiten genießen. Viel Platz im Klosterhof macht die Konradsburg zu einem idealen Gelände gerade für Kinder.


Konradsburg

  • Auf einen Blick
  • Burgenweihnacht auf der Konradsburg 16.12.2017 bis 17.12.2017
  • © Förderkreis Konradsburg e. V.
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Termine:
16.12.2017 - 17.12.2017

Burgenweihnacht auf der Konradsburg

Der Förderkreis Konradsburg e. V. lädt zum 3. Advent zur traditionellen Burgenweihnacht ein.

Am 16. Dezember 2017 erwartet die Besucher ab 14 Uhr und am 17. Dezember 2017 ab 11 Uhr weihnachtliche Geschäftigkeit auf dem Burghof und in allen Räumen der Burg. Im stimmungsvollen historischen Gemäuer kann man Handwerkern bei der Arbeit zuschauen. Am Kamin, in den Stuben sowie im Klosterkeller herrscht emsiges Treiben. Mägde bieten in der Schwarzen Küche am offenen Feuer Konradsburger Spezialitäten. Im Burghof trifft man neben wackeren Rittersleuten, die eine wärmende Feuerzangenbowle brauen, auch den beliebten Gaukler Rebasius Funkenflug.
Für die Kinder gibt es ein Feuerchen zum Backen von Stockbrot.
Weihnachtsmusik erklingt im Burghof und im Saal des Ostflügels bei Kerzenschein.
Der Weihnachtsmann kommt. 


Öffnungszeiten:
Samstag, 16.12. ab 14 Uhr
Sonntag, 17.12. ab 11 Uhr