Residenz und Hofgarten Würzburg

Schloss- und Gartenverwaltung Würzburg

Residenzplatz 2, 97070 Würzburg,  
Deutschland,   Bayern,   "Unterfranken, Würzburg, Aschaffenburg."  
T: (09 31) 3 55 17-0   E: sgvwuerzburgCWantiSpam@bsv.bayernCWantiSpam.de   I: http://www.residenz-wuerzburg.de  

Residenz und Hofgarten Würzburg

Die ehemalige Residenz der Würzburger Fürstbischöfe, 1720 bis 1744 im Rohbau entstanden und bis 1780 fertig ausgestattet, gehört zu den bedeutendsten Schlossanlagen des Barock in Europa und zählt heute zum Welterbe der UNESCO. Die Planung wurde dem damals noch jungen und unbekannten Architekten Balthasar Neumann vom ersten Bauherrn, Fürstbischof Johann Philipp Franz von Schönborn, übertragen.

Für das weltberühmte, von Neumann stützenfrei überwölbte Treppenhaus schuf 1752/53 der Venezianer Giovanni Battista Tiepolo das Deckenfresko mit den vier Erdteilen. Das insgesamt 18 x 30 Meter messende Gemälde ist eines der größten einteiligen Fresken, die je gemalt wurden.

Die großartige Raumfolge der Residenz mit ihrem Auftakt in Vestibül und Gartensaal führt uns durch das Treppenhaus und den Weißen Saal weiter bis in den ebenfalls von Tiepolo freskierten Kaisersaal. Die Wölbungen dieser Haupträume hielten auch dem verheerenden Residenzbrand 1945 stand, während die Decken und Fußböden der den Kaisersaal flankierenden Kaiserzimmer zerstört wurden. Gerettete Einrichtungsgegenstände und Wandverkleidungen ermöglichten ihre Wiederherstellung.

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Residenz und Hofgarten Würzburg

  • © Bayerische Schlösserverwaltung
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Hofgarten Würzburg

Der Hofgarten der Würzburger Residenz liegt am Rande der barocken Stadtbefestigung, die mit ihren massiven Stützmauern das Areal noch heute im Osten begrenzt. Im ausgehenden 18. Jahrhundert wurde der Hofgärtner Johann Prokop Mayer (1735-1804) damit beauftragt, den Hofgarten der Residenz anzulegen. Mayer teilte das kompliziert geschnittene und zu den Bastionen stark ansteigende Gartengelände geschickt in einzelne, symmetrisch gegliederte und in sich geschlossene Gartenpartien auf. Ganz im Stile des Rokoko stattete er die verschiedenen Gartenbereiche mit einer Fülle von geschnittenen Formobstbäumen, Kübelpflanzen, Blumenbeeten, Hecken, Spalieren und Laubengängen aus.

Der sogenannte Ostgarten, der in der Verlängerung der Hauptachse der Residenz liegt, steigt über drei Terrassen bis zum Scheitel der begrenzenden Bastion an. Der rechteckige Südgarten ist im Gegensatz dazu völlig eben. Er besitzt in seiner Mitte ein rundes Wasserbassin mit einem großen Monolithen aus Tuffstein, über dem auch in den Wintermonaten ein kleiner Springstrahl aufsteigt.

In den Parterres des Ost- und Südgartens werden bereits seit einigen Jahren die rahmenden Blumenrabatten nach historischem Vorbild bepflanzt und in dem wieder hergestellten Küchengarten unterhalb der Orangerie stehen wieder Formobstbäume, die nach alten Schnittmethoden gezogen werden. Zur Stadt hin ist den streng geometrischen Gartenteilen eine kleine landschaftliche Partie aus dem frühen 19. Jahrhundert vorgelagert.

Die klassizistischen Gartenskulpturen stammen aus der Werkstatt des Hofbildhauers Johann Peter Wagner (heute durch Abgüsse ersetzt) und die aufwändigen schmiedeeisernen Torgitter aus der Werkstatt des Hofschlossers Johann Georg Oegg.

Im Jahr 2002 wurde der wiederangelegte Küchengarten im Hofgarten der Residenz Würzburg der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Küchengarten wurde in Anlehnung an die ehemals vorhandene Wege und Beetstruktur wieder neu angelegt und mit historischen und neuen Obst- und Gemüsekulturen bepflanzt.

Öffnungszeiten
ganzjährig ab 8 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit (längstens bis 20 Uhr)

Eintrittspreis
Eintritt frei