Schloss BruchsalStaatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg

Schlosskasse

Schlossraum 4, 76646 Bruchsal,   Landkreis: Karlsruhe,
Deutschland,   Baden-Württemberg,   "Kraichgau-Stromberg, Sinsheim, Wiesloch"  
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Schloss Bruchsal
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Schloss Bruchsal

Bruchsals Geschichte als Residenz der Fürstbischöfe von Speyer war kurz und strahlend. Für den Schlossneubau des 18. Jahrhunderts zogen die Bauherren hochkarätige Künstler hinzu – der berühmteste unter ihnen war sicher der geniale Baumeister Balthasar Neumann. Sein Treppenhaus gilt als die „Krone aller Treppenhäuser des Barockstils“, ein Rausch aus architektonischer Bewegung, Stuck und Malerei. Ungewöhnlich und ein besonderes Besuchserlebnis ist die vielfältige Schlossarchitektur: Die fürstbischöfliche Residenz setzt sich zusammen aus vielen einzelnen Bauwerken, locker und elegant gruppiert. Der wunderbare Garten mit seinen alten Bäumen und den Wasserspielen verstärkt dieses Gefühl der sommerlichen Leichtigkeit von Bruchsal. Das Bruchsaler Führungsprogramm gibt Einblicke in eine Welt, von der man heute keine Vorstellung mehr hat: das Leben in der Residenz eines Kirchenfürsten. Hier vereinten sich im 18. Jahrhundert barocke Repräsentationslust und tiefe, leidenschaftliche Frömmigkeit – sichtbar bis heute im Glanz des Bruchsaler Schlosses, der einzigen fürstbischöflichen Barockresidenz am Oberrhein.

Ein reiches Kinderprogramm erforscht das Schloss und seine Umgebung: Das Angebot ist jedes Jahr neu und anders.


Schloss Bruchsal

Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg

  • © SSG Pressebild, Achim Mende
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Schlossgarten BruchsalStimmungsvolles Grün

Zu einem Barockschloss gehörte ein geometrisch gestalteter Garten – so auch in Bruchsal. Einzelne Elemente davon sind noch heute erkennbar, andere wurden im 19. und frühen 20. Jahrhundert zu idyllischen Partien umgestaltet.

DOMINANTE MITTELACHSE
Die große barocke Wegachse, von Kastanien gesäumt, gliedert den Garten damals wie heute. Einst war die Anlage doppelt so groß, doch im 19. Jahrhundert wurde der untere Teil durch die Bahnlinie abgetrennt. Jenseits der Schienen ist er heute bewaldet, die Fortsetzung der Gartenachse ist aber noch erkennbar. Ursprünglich verlief die Straße bis zum Ort Graben – sie war damit Teil eines weitläufigen, unter Fürstbischof Schönborn angelegten Alleensystems, das die rechtsrheinischen Gebiete seines Landes durchzog.

WASSERSPIELE UND KÜBELPFLANZEN
Nahe dem Schloss plätschern die Fontänen der Wasserbassins. In den Seitenbereichen standen zur Zeit des Barock zahlreiche Zitrus- und andere Kübelbäumchen – man überwinterte sie in den beiden langgestreckten Orangerien. Mit ihrer kunstvollen Figur- und Architekturmalerei in Gelb- und Grüntönen tragen die ehemaligen Orangeriegebäude bis heute zum besonderen Flair der Anlage bei. Fürstbischof Hutten ließ sie in den 1740er-Jahren umbauen, um hier Hofangestellte unterzubringen.

GARTENFIGUREN
Den Übergang zum niedriger gelegenen Bereich des Gartens markieren kleine aneinandergereihte Wasserbassins. Hier stehen vier „Wächter“: die Figuren der Hellebardiere mit ihren langen Hieb- und Stoßwaffen. Joachim Günther und seine Werkstatt schufen sie Ende der 1750er-Jahre. Auch die Skulpturen entlang der Allee waren Günthers Werk. Sie verkörpern die vier Jahreszeiten und die vier Elemente – ein für Gärten des 18. Jahrhunderts typisches Figurenprogramm. Die Originale der vier Elemente stehen im Gartensaal.

IDYLLISCHE WEGE
Links und rechts der Mittelachse, wo zur Zeit des Barock kunstvolle Ornamentbeete lagen, entstanden im 19. Jahrhundert verschlungene Wege und ein dichter Baumbestand. Dazwischen haben sich barocke Wasserbassins erhalten. Ein weiteres großes Becken wurde 1908 in einen Ententeich umgestaltet und durch Felsen ergänzt. Die beiden Rondelle, die den seitlichen Abschluss der Anlage bilden, sind heute modern gestaltet.

TIPP
Sehen Sie sich die Malereien an den ehemaligen Orangerien genauer an. Die Figuren am linken Bau verkörpern neun Tugenden, die am rechten Künste und Wissenschaften. Können Sie einige identifizieren?