Schloss HeidelbergStaatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg

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Schloss Heidelberg

Schloss Heidelberg – das steht weltweit als Symbol des romantischen Deutschlands. Die efeubewachsenen Mauern der berühmtesten Schlossruine der Welt hoch über dem Neckartal entfalten ihren romantischen Reiz. Einst war das Schloss die Residenz der Kurfürsten von der Pfalz. Sie schufen sich hier ein Machtzentrum, das in seinem Glanz mit dem Kaiserhof in Prag und Wien konkurrierte. In den Kriegen des 17. Jahrhunderts wurde das Schloss zur Ruine – und nie mehr vollständig aufgebaut. Und damit begann die zweite Karriere: die des Sehnsuchtsorts für Romantiker, gleichgültig ob Poeten oder einfach nur Verliebte.
Den historischen Zauber des Schlosses entdecken – dafür steht ein reiches Führungsprogramm. Geschichten vom Alltag auf Burg und Schloss, vom höfischen Leben zur Zeit der Kurfürsten, von der Baukunst und Kulturgeschichte: dies sind nur einige Eckpunkte der Themen. Viele davon werden als historische Interpretationen in Kostümen der Zeit lebendig präsentiert. Zum Paradies für Neugierige und Entdecker wird das Heidelberger Schloss durch seine Führungen speziell für Kinder. Von der Gruselführung bis zum Nachtwächterrundgang und vom Märchenrundgang bis zur Schatzsuche: Geschickt verbinden sich hier Spaß und Kreativität mit Ausflügen in die Geschichte!


Schloss Heidelberg

Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg

  • © SSG Pressebild, Achim Mende
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Schlossgarten HeidelbergGartenkunstwerk der Renaissance

Zu einem Besuch von Schloss Heidelberg gehört ein Spaziergang im romantischen Schlossgarten, dem einst berühmten Hortus Palatinus. Schöne Ausblicke auf Schloss und Stadt bietet der Stückgarten mit dem kunstvollen Elisabethentor.

AUS BEFESTIGUNGEN WERDEN GARTENANLAGEN
Von der Gründung der Burg im 13. Jahrhundert bis zu Beginn des 17. Jahrhunderts hatten strategische Überlegungen wenig Raum für die Anlage eines reinen Lustgartens gelassen. Mächtige Befestigungen mit Wällen, Türmen und Kasematten umgaben Schloss Heidelberg. Erst Kurfürst Friedrich V. ließ zwischen 1616 und 1619 mit dem Hortus Palatinus einen repräsentativen Schlossgarten errichten.

REPRÄSENTATION UND PRIVATES GARTENGLÜCK
Der Hortus Palatinus war ein einmaliges Gesamtkunstwerk. Auf unterschiedlich hohen Terrassen bezauberten Grotten, kunstvolle Beete, intime Gartenkabinette und „magische Maschinen“ die höfische Gesellschaft. Zeitgenossen rühmten die repräsentative Gartenanlage sogar als „achtes Weltwunder“. Auch im westlichen Schlossareal mussten alte Verteidigungsanlagen weichen. Hier entstand mit dem Stückgarten ein ummauerter, privater Lustgarten für Kurfürstin Elizabeth.

WANDEL ZUM LANDSCHAFTSGARTEN
Im 19. JAHRHUNDERT Der Hortus Palatinus blieb unvollendet: 1618 brach der Dreißigjährige Krieg aus und führte zu einer ersten Verwüstung der Kurpfalz. Mangelnde Pflege des Gartens ließen ihn allmählich verfallen. Nach einer Nutzung als Gemüsegarten im 18. Jahrhundert pflanzte man im folgenden Jahrhundert botanische Raritäten. Im Stil eines Englischen Landschaftsgartens wuchsen nun in den einst streng geometrisch gegliederten Feldern immergrüne Eichen, Libanonzedern und Gingkobäume.

DER GARTEN HEUTE
Wer heute mit Muße durch den Garten von Schloss Heidelberg spaziert, wird zahlreiche faszinierende Spuren vergangener Zeiten entdecken. Säulenreste verweisen auf die einst prächtigen Gartenkabinette des Renaissance-Gartens. Atemberaubend ist der Blick von den verschiedenen Terrassen auf das Schloss und in das Neckartal. Der Schlossgarten ist frei zugänglich und lohnt einen Besuch zu jeder Jahreszeit.