Schloss MoritzburgEin Märchenschloss und seine Schätze

Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen - Barockschloss und Fasanenschlösschen Moritzburg

Schloßberg, 01468 Moritzburg,   Landkreis: Meißen,
Deutschland,   Sachsen,   "Sächsisches Elbland, Dresden, Meißen, Torgau"  
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Schloss Moritzburg
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Schloss Moritzburg - Ein Märchenschloss und seine Schätze

Unmittelbar vor den Toren Dresden ließ August der Starke, König von Polen und Kurfürst von Sachsen, auf den Mauern eines ehemaligen Renaissancebaus das repräsentative Jagd- und Lustschloss errichten. Kostbare Porzellane, Möbel und Gemälde zeugen noch heute eindrucksvoll von der höfischen Wohn- und Tafelkultur des 18. Jahrhunderts. Großformatig bemalte und verzierte Ledertapeten verwandeln die Säle des Schlosses in ein wahres Bilderbuch antiker Mythologie. Eine der größten Trophäensammlungen Europas erinnert an die Jagdlust der wettinischen Herrscher und ihrer Gäste. Ein weiterer Höhepunkt ist neben dem wiedereröffneten Porzellanquartier das legendenumwobene „Moritzburger Federzimmer“ mit dem Paradebett Augusts des Starken – ein Meisterwerk aus fast zwei Millionen farbiger Federn.


Geschichte

Es gibt viel Geschichte(n) rund um den Ort, an dem August der Starke seine ausschweifenden Feste und Jagden zelebrierte: sein Traum von einem "Tempel der Diana", umgeben von exotischen Tiergehegen mit Löwen, Geparden und Wisenten, die opulenten Mahle mit der nicht ganz einfachen Willkomm-Zeremonie oder die inszenierten Seeschlachten auf dem Schlossteich. Nutzen Sie auch unser vielseitiges Führungsangebot und erfahren Sie mehr über das höfische Leben des sächsischen Adels.


Schloss Moritzburg

Ein Märchenschloss und seine Schätze

  • © Schlösserland Sachsen
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Schlosspark Moritzburg & Insel

August der Starke widmete sich dem Schlosspark als einem der letzten Projekte im Zuge der großen Umbauarbeiten vom Moritzburger Renaissanceschloss zum barocken Jagd- und Lustschloss. Für seine Gestaltung gab es verschiedene Projekte, die alle dem damals modernen französischen Grundrissschema folgten. Nach dem Tod des Kurfürsten 1733 blieben die Pläne aber weitgehend unvollendet. Die derzeitige Rekonstruktion des Parks nach Plänen des Landesamtes für Denkmalpflege Sachsen lehnt sich an einen Entwurf aus dem Jahre 1740 an.

Das ehemalige Jagdhaus verfügte schon damals im westlich angrenzenden Terrain über einen Tiergarten mit einer Mauer. Im Jahre 1728 entstand als Achsenverlängerung der von Dresden kommenden Allee auf dem nördlichen Festland der Schlosspark. Der U-förmige Grundriss hat eine Ausdehnung von etwa 230 mal 150 Metern. Alte Gartenpläne und Kupferstiche zeigen unterschiedliche Planungsvarianten, doch der Grundriss blieb immer weitgehend erhalten. Die breite Mittelachse, welche von zwei Queralleen durchzogen wird, trifft am nördlichen Scheitelpunkt auf ein Bassin. Die dreigeteilte Parterre ist von einer mit heckengesäumten Lindenallee umfasst. Eigentlich sollten vier bis sechs Kavaliershäuschen sowie zwei seitliche Berceaubauten an den Kreuzpunkten der Queralleen errichtet werden. Davon wurden wahrscheinlich nur vier verwirklicht, von denen heute die südlichen zwei noch erhalten sind. Die restlichen wurden gegen Ende des 18. Jahrhunderts wieder abgerissen.

Wie schon erwähnt war die Anlage des Gartens beim Tode Augusts des Starken nur in den Grundzügen fertig gestellt. Um 1740 begann August der III. eine weitere Planungsphase, bei der Oberlandbaumeister Johann Christoph Knöffel die Aufsicht hatte. Es wird vermutet, dass die Planung Knöffels nicht oder nur teilweise realisiert wurden, denn der nächste Planungsentwurf von 1757 zeigt den Garten in seiner ursprünglichen, einfachen Form. Der Siebenjährige Krieg verhinderte vermutlich weitere Umbauten. Erst im 19. Jahrhundert wurden einige Pläne umgesetzt, wie die Anpflanzung von seltenen Gewächsen. Der Garten wurde langsam zu einem romantischen Park. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde der Schlosspark außer Acht gelassen, Fichten auf der ganzen Schlossinsel wurden rigoros abgeholzt. Gemeinsam mit dem Landesamt für Denkmalpflege Sachsen wurde 1990 der Entschluss für die Neuanlegung des barocken Gartens gefasst. Bis heute ist die Rekonstruktion noch nicht abgeschlossen.

Sandsteinskultpuren
Auf der Balustrade der Terrasse, die das Schloss gänzlich umgibt, ist eine Vielzahl von Sandsteinskulpturen zu sehen, die den Charakter von Moritzburg als Jagd- und Lustschloss widerspiegeln. Neben sechs überlebensgroßen Jägerfiguren sind auch zahlreiche Vasen und Kinderfiguren zu sehen.