Schloss und Park Seehof

Schloss- und Gartenverwaltung Bamberg - Seehof

Seehof, 96117 Memmelsdorf,,   Landkreis: Bamberg,
Deutschland,   Bayern,   "Oberfranken, Bayreuth, Bamberg, Coburg, Hof."  
T: (09 51) 40 95-70   E: sgvbambergCWantiSpam@ bsv.bayern.de   I: http://www.schloesser.bayern.de/deutsch/schl...  
Schloss und Park Seehof
Termine und Meldungen:Archivordner (1)

Schloss und Park Seehof Schloss

Seehof wurde ab 1686 als Sommerresidenz der Bamberger Fürstbischöfe nach Plänen von Antonio Petrini errichtet. Nach Säkularisation und Verwahrlosung in Privatbesitz waren Ende des 20. Jahrhunderts umfangreiche Sanierungsmaßnahmen nötig.

Der Großteil des Schlosses wird heute vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege genutzt.

Für Besucher sind neun Schauräume des restaurierten Appartements der Fürstbischöfe zugänglich, darunter der "Weiße Saal" mit dem virtuosen Deckengemälde von Giuseppe Appiani.

Von der Pracht des einstigen Rokokogartens zeugen unter anderem die wiederhergestellte Kaskade mit ihren Wasserspielen sowie einige erhaltene Sandsteinskulpturen von Ferdinand Tietz.


Schloss und Park Seehof

  • © Bayerische Schlösserverwaltung
    Bild 1 von 1

Schlosspark Seehof

Der 1693 zum Fürstbischof von Bamberg gewählte Lothar Franz von Schönborn fand einen, von seinem Vorgänger begonnenen, noch unfertigen Schlossbau vor. Für die Bamberger Fürstbischöfe sollte eine Sommerresidenz mit Garten entstehen. Ein axial auf Schloss Seehof bezogenes 21 ha großes Grundstück ließ der Fürst abstecken.

Die südlich vorgelagerten Weiher mit dem anschließenden Hauptsmoorwald, der treffliche Jagdgründe versprach, waren wichtige Orientierungspunkte. Die natürliche Erhebung, auf der das Schloss stand, ließ der Fürstbischof in strenge Terrassen umformen und teilte den Garten in sechs große Quartiere. Damit schuf er die bis heute erhaltene Gartenstruktur, die innerhalb der Barockgärten in Deutschland eine Sonderstellung einnimmt und eher an Gärten italienischer Villen oder holländischer Anlagen erinnert, als an die sonst üblichen französischen Vorbilder. Orangerien, Brunnen mit Fontainen, Heckentheater, Boskett- und Broderieparterre vervollständigten die Anlage.

Fürstbischof Adam Friedrich von Seinsheim (1757-79) verlegte die Kaskade auf die Südseite und legte ein Labyrinth an. Hinzu kam die figürliche Ausstattung des Gartens mit 400 Skulpturen von Ferdinand Tietz, von denen heute nur noch wenige erhalten sind.

Eine Kastanienallee von 1797 beginnt an der oberen Schlossterrasse und reicht über die Einfriedungsmauern hinaus bis zur Schweizerei im Osten und zur Fasanerie im Westen.

In den letzten Jahren wurden die Kastanienallee und die gartenrahmenden Lindenalleen nachgepflanzt und die Tapis verts neu angelegt. Besonders beeindruckend sind die alten Hainbuchenhecken an der Hauptzufahrt, der ebenso alte Laubengang und die Lindensäle.

Im Mittelpunkt des Gartens steht die 1772 geschaffene, nach der Säkularisierung zunehmend verfallene und 1995 wieder in Betrieb genommene Kaskade. Ihr Programm verkündet den Ruhm des Herkules, stellvertretend für den des Fürstbischofs.

Öffnungszeiten
ganzjährig geöffnet

Wasserspiele
Mai bis 7. Oktober täglich von 10 bis 17 Uhr zu jeder vollen Stunde

Eintrittspreis
Eintritt frei

Führungen
Führungen auf Anfrage.