Schloss Weesenstein

Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen - Schloss Weesenstein

Am Schloßberg 1, 01809 Müglitztal,   Landkreis: Sächsische Schweiz-Osterzgebirge,
Deutschland,   Sachsen,   "Sächsische Schweiz, Pirna, Heidenau"  
T: (03 50 27) 6 26-0   E: weesensteinCWantiSpam@schloesserland-sachsenCWantiSpam.de   I: http://www.schloss-weesenstein.de  
Schloss Weesenstein
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Schloss Weesenstein - Perle aus Sachsens Krone

Einer Perle gleich wuchs Weesenstein Schicht um Schicht. Das Schloss, das sich seit 700 Jahren über das Müglitztal erhebt, wurde immer wieder umgebaut, teilweise abgerissen und dem Zeitgeschmack entsprechend verändert, weshalb sich hier Stilelemente von Gotik bis Klassizismus finden. So entstand ein Unikum unter den sächsischen Schlössern, das über die Jahrhunderte hinweg den Hang hinab und seinen Besitzern gelegentlich über den Kopf wuchs. Hier, auf seinem Lieblingsschloss, arbeitete der feinsinnige Prinz Johann an seiner Übersetzung von Dantes »Göttlicher Komödie«, bevor er die sächsische Königswürde annahm.

Heute erkunden Besucher sein verwinkeltes Treppenreich: Im fünften Stock stoßen sie auf einen Pferdestall, während die herrschaftlichen Gemächer des 18. und 19. Jahrhunderts mit ihren wertvollen Tapeten ein Stockwerk unterhalb des Kellers zu finden sind.

Im »Mönchsgang« spukt derweil der verirrte Geist eines einstigen Schlossherren. Vielleicht verhindern ja die überall zu findenden illusionistischen Fassadenmalereien, dass er in all dieser Wirrnis Frieden findet – hier, in diesem merkwürdigen Schloss, an dem selbst die Fenster oft genug Täuschung sind, denn jedes dritte ist nur aufgemalt.

Kurzum: Wer sich die Freude am Labyrinthischen und Unerwarteten bewahrt hat, der findet in der heimlichen Residenz des Königs Johann immer sein kleines Abenteuer. Anschließende Erholung gewähren ein Spaziergang im Schlosspark, ein Besuch des Restaurants »Königliche Schlossküche« oder ein Krug vom guten Weesensteiner Schlossbräu, dessen Tradition bis ins 16. Jahrhundert zurückreicht.


Schloss Weesenstein

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Schlosspark WeesensteinFranzösisch und Englisch - Die Parkanlagen zu Weesenstein

Ein Park liegt dem Schloss, das monumental auf einem Felsen thront, zu Füßen. Eingebettet in bewaldete Berghänge bilden scheinbar unberührte Natur und die formal gestaltete, vom französischen Stil inspirierte, leicht überschaubare Gartenanlage einen reizvollen Kontrast.

Die noch heute erhaltenen, barock anmutenden Grundstrukturen dieses Parks gehen vermutlich auf den Gestaltungswillen der Freiherrenfamilie von Uckermann zurück, die das Anwesen 1772 erwarb. Doch haben auch Schlossbesitzer der folgenden Jahrhunderte ihre Spuren hinterlassen. Geschickt wurde das Flussbett der Müglitz umgeleitet, so dass es den Park durchquert und in zwei Flügel teilt. Ein natürliches Wasserspiel entstand, dessen Reiz sich noch dadurch steigert, dass ein Wehr für einen künstlichen kleinen Wasserfall sorgt. Jeder Parkteil für sich bildet eine formale Einheit. Ein streng symmetrisches, feingliedriges Wegenetz führt den Spaziergänger zu ganz unterschiedlichen Erlebnisräumen.

Im schlossnahen Parkteil ziehen besonders vielfältig gestaltete Blumenrabatten die Aufmerksamkeit auf sich. Im größeren Parkteil leiten schattenspendende Lindenalleen und mit Hainbuchenhecken gesäumte Wege zu architektonischen Kleinoden.

Der Liebhaber geht noch auf die Suche nach dem »verschwundenen« Englischen Park. Immerhin spielen um 1780 die Weesensteiner Herrschaften in Sachsen eine Vorreiterrolle mit der Gestaltung eines solchen Gartens. Heute haben Natur und Nachkriegseinflüsse die meisten Hinweise auf einstige englische Partien verwischt. Doch auf einem romantischen Pfad gelangt man auch jetzt durch den bewaldeten Osthang des Müglitztales zu den Grundmauern des einst beeindruckenden Jagdpavillons aus der Barockzeit. Dem aufmerksamen Wanderer bleiben auf diesem Weg Details eines Landschaftsparks, kleine Sandsteinbrücken, einfache Sitzbänke und Aussichtspunkte auf das Schloss und ins Umland nicht verborgen.

Öffnungszeiten & Eintrittspreise:
Der Schlosspark Weesenstein ist ganzjährig geöffnet. Der Eintritt ist frei.